Förderkonzepte des THG

Förderkonzepte

Der neue Schulplaner

Das Theodor-Heuss-Gymnasium hat seit dem Schuljahr 2013/2014 - zunächst probeweise - einen Schulplaner eingeführt, der neben der Möglichkeit, die Aufgaben und Informationen wochenweise einzutragen, auch wichtige Informationen rund um das THG beinhaltet. Diesen Schulplaner verwenden die Schülerinnen und Schüler das gesamte Schuljahr.

Dieser Planer soll bei der Schularbeit unterstützen, bei wichtigen Angelegenheiten hilfreich sein und eine Orientierung für den Schulalltag an unserer Schule geben.

Er enthält:

• wichtige Regeln und Vereinbarungen

• Seiten zum täglichen Eintragen der Aufgaben, Termine und außerunterrichtlichen Veranstaltungen

• Entschuldigungsformulare (diese sind zusätzlich auch > hier < als Download verfügbar)

• Mitteilungsseiten

Um einen möglichst großen Nutzen von diesem Heft zu haben, sollten folgende Punkte von den Schülerinnen und Schülern beachtet werden:

• Bringe dieses Heft jeden Tag mit in die Schule.

• Benutze es täglich und halte es immer auf dem Laufenden.

• Achte auf eine saubere Führung.

• Reiße niemals eine Seite aus deinem Heft.

• Lege Mitteilungen sofort deinen Eltern / Erziehungsberechtigten und / oder deinen Lehrern und Lehrerinnen vor.

Das Projekt konnte nur durch die Unterstützung von in Hagen ansässigen Unternehmen und Privatpersonen erfolgreich durchgeführt werden. Wir bedanken uns dafür herzlich und hoffen auch im nächsten Jahr weiterhin auf tatkräftige Unterstützung.

Bei Interesse können sich Unternehmen oder auch Privatpersonen unter folgender E-Mail-Adresse mit der Schule in Verbindung setzen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

Werteerziehungskonzept des Theodor-Heuss-Gymnasiums Hagen – „Schule der Zukunft“

Bedeutsame Strömungen der europäischen Geisteskultur sind geprägt von Platons Idee des Guten, die die Werte „Wahrheit“, „Schönheit“ und das moralisch „Gute“ in sich vereinigt und die in Platons „Höhlengleichnis“ - als wirkungsmächtigstes Bildungsgleichnis der Geschichte - die zentrale Rolle spielt. Der einflussreiche Kirchenvater Augustinus hat sich bei seiner Vorstellung vom Glück bzw. von der Seligkeit im Jenseits an der Idee des Guten orientiert. Diese Idee des Guten hat Künstler wie z.B. Michelangelo und Raphael, Musiker wie z.B. Wolfgang Amadeus Mozart und Dichter wie z.B. Johann Wolfgang von Goethe zu genialen Werken inspiriert und Wissenschaftler wie die Platoniker Nikolaus Kopernikus, Johannes Kepler, Isaak Newton, Albert Einstein, Werner Heisenberg, Carl Friedrich von Weizsäcker, Stephen Hawking und Roger Penrose zu wissenschaftlichen Höchstleistungen motiviert. Schon Platons Schüler Aristoteles sah in der „Erkenntnis des Wahren“ und im “tugendhaft guten Handeln“ - fern von jedem hedonistischen Konsumismus -  die Quellen des höchsten menschlichen Glücks. Das „Gute“, „Wahre“ und „Schöne“ blieben über 2 Jahrtausende hinweg auch für viele andere Menschen höchste Werte, die der Orientierung dienten, auch wenn sehr viel Hässliches, Gelogenes, Vorgetäuschtes, Grausames und Unmenschliches die Geschichte durchzog und noch durchzieht. Im Zeitalter der Globalisierung treten mit dem Klimawandel, der Bedrohung der Artenvielfalt,  Überbevölkerung, Wasser- und Ernährungskrisen, weltweiten Armut neben verschwenderischem Reichtum, dem Energieversorgungsmangel, Aufeinanderprallen von verschiedenen Weltanschauungen und Interessen und den daraus resultierenden möglichen Konflikten Bedrohungen am Zukunftshorizont auf, die eine Orientierung an wahren Erkenntnissen, am guten Handeln und am schönen Leben noch dringlicher machen. Das THG als Mikrokosmos des globalen Geschehens möchte mit seinem Werteerziehungskonzept zur Orientierung der Schulgemeinschaft auf dem Lebensweg im 21. Jahrhundert beitragen. Dieses Werteerziehungskonzept ist daher dem verliehenen Gütesiegel „Schule der Zukunft“ verpflichtet und spiegelt sich bereits in den Schulvereinbarungen zwischen Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften, Mitarbeitern und Eltern bzw. Erziehungsberechtigten wider, die aus einem gemeinsamen Beratungsprozess als Konsens hervorgegangen sind. Das Leitbild der Schulvereinbarungen hebt hervor, dass das THG sich nicht nur als Institution der Wissensvermittlung, sondern als Lebensraum versteht, in dem sich alle Beteiligten wohlfühlen sollen und ein Denken und Handeln pflegen, das zur Erhaltung und Verbesserung der Lebenssituationen und Lebenschancen jetziger und zukünftiger Generationen beiträgt. Mit dem Leitbild der Schulvereinbarungen verpflichten sich die Angehörigen der THG-Schulgemeinschaft  dazu, „an einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Entwicklung auf ökologischem, ökonomischem und sozialem Gebiet mitzuwirken.“  Diese THG-Kultur wird in den Schulvereinbarungen durch konkrete Selbstverpflichtungen geregelt (siehe Anlage Schulvereinbarungen).
Die Richtlinien und Lehrpläne für alle Unterrichtsfächer schreiben Werteerziehung als wesentlichen Aspekt der alltäglichen Unterrichtspraxis vor, so dass im vorliegenden Werteerziehungskonzept nur noch diejenigen Aspekte aufgeführt werden, die über den normalen Unterricht hinaus die THG-Kultur prägen.

Im Einklang mit dem Leitbild der Schulvereinbarungen tragen folgende Aspekte zum Werteerziehungskonzept bei:

  • Gütesiegel/Zertifikate/Agenda 21/ „Schule der Zukunft“ (Anlage Dr. Meinolf Henning)

  • Fachschaft Philosophie „Werteerziehung durch Globales Lernen“ -  kompetenz- und werteorientierte Verschränkungen zwischen der pädagogischen Atmosphäre des THG-Neubaus im Geiste eines weltethosbasierten interkulturellen Humanismus´, dem konkreten Philosophieunterricht, den seit 1998 bestehenden THG-Zukunftsveranstaltungen zum fächerübergreifenden Globalen Lernen und den außerschulischen Veranstaltungen zur Vertiefung des Globalen Lernens als Vorbereitung auf die großen Herausforderungen in der Zukunft durch einen Bewusstseinswandel. (siehe Anlage der Fachschaft Philosophie)

  • Fachschaft Religion Soziales Lernen in den Klassen 5 zur Förderung der Selbstkompetenz (Ich-Stärke, Selbstvertrauen, Selbstsicherheit, Widerstandsfähigkeit), der Wahrnehmungskompetenz (Aussehen, Meinungen, Bedürfnisse, Gefühle, Stärken und Schwächen) , der kommunikativen Kompetenz (aktives Zuhören, selbstsicheres Reden) und Sozialkompetenz (Stärkung der Klassengemeinschaft) mithilfe von jahrgangsstufenangemessenen Methoden (Rollenspiele, Spiele) 

  • Fachschaft Pädagogik Werte und Moralerziehung als Unterrichtsgegenstände des Fachs (vgl. schulinternes Curriculum); Konzeptionelle Beteiligung und Unterstützung des Projektes Streitschlichtung durch die SuS (Ausbildung der Streitschlichter und Evaluation); Projekt: Schule ohne Rassismus; Übernahme von Verantwortung im Rahmen des Tags der offenen Tür: Betreuung der Geschwisterkinder durch die SuS

  • Fachschaft Sozialwissenschaften/Politik ökosoziales Engagement in der Sekundarstufe I  zum Energie- und Wasserverbrauch, zu den Menschenrechten, zur globalen Ungerechtigkeit und Nachhaltigkeit Teilnahme am bundesweiten Projekt ‚Aktion Tagwerk‘ www.aktion-tagwerk.de in der letzten Woche vor den Sommerferien als handlungsorientierter Beitrag zur praktizierten Solidarität, zur konkreten Übernahme von Verantwortung und zum Interkulturellen Lernen  (siehe Anlage der Fachschaft Sozialwissenschaften/Politik)

  • Fachschaft Erdkunde hebt hervor, dass fächerübergreifende naturgeographische, ökologische, politische, wirtschaftliche und soziale Gegebenheiten und Zusammenhänge zu einem Gefüge vereint werden müssen, um die Kompetenzen zum nachhaltigen, friedlichen und interkulturellen Zusammenleben zu fördern. (siehe Anlage der Fachschaft Erdkunde)

  • Fachschaft Deutsch Das Konzept des Klassenrats in den Jahrgangsstufen 5 und 6 als Beitrag zum selbstverantwortlichen Lernen sowie zur Förderung der Sozialkompetenz (z.B. Einfühlungsvermögen, Kommunikationsfähigkeit, Kooperationsfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Selbstbewusstsein, Fairness und Toleranz) durch  Erlernen und vor allem Erleben von selbstorganisierter demokratischer Kultur (siehe Anlage aus der Fachschaft Deutsch ). Weitere Anknüpfungspunkte vgl. schulinternes Curriculum des Faches Deutsch, insbesondere die Unterrichtseinheit zum Drama in der EF/Jg. 11 „Wissenschaft und Verantwortung“

  • Fachschaft Musik – ästhetische Werteerziehung in Musik durch außerunterrichtliche Veranstaltungen (Musiktheater, 2 Chöre, 1 Orchester und 1 Combo)  (siehe Konzept: „Besondere Angebote im musischen Bereich“)

  • Fachschaft Kunst – ästhetische Werteerziehung durch Kunst – Ausstellungen von Schülerkunstwerken in Räumen des THGs, Sonderausstellungen z.B. beim kulinarischen Abend, aber auch außerhalb des THGs   (siehe Konzept: „Besondere Angebote im künstlerischen Bereich“)
  • Fachschaft Französisch Frankreichaustausch in den Klassen 7 und 8 als Möglichkeit zur direkten Vermittlung der Lebenswirklichkeit im nahen europäischen Ausland. Der zweijährig stattfindende Austausch mit den beiden französischen Collèges in Culoz und Belley als Beitrag zur Öffnung des Fremdsprachen-Lernen hin zur Lebenspraxis; Schaffung authentischer Situationen als Chance, die Grenzen der Sprache und damit die Grenzen der eigenen, bekannten Welt zu überschreiten; ein Wechsel von rezeptivem zu produktivem Umgang mit der Fremdsprache in persönlichen Begegnungen; die Erfahrung, dass Sprachkenntnisse Grundvoraussetzung dafür sind, sich offen in fremden Ländern zu bewegen, auf neue Kulturen zuzugehen (interkulturelle Kompetenz) und sich auf neue Lebenssituationen in einer fremden Familie einzulassen (Empathie-Kompetenz), sich zu orientieren und dort bewegen zu können; Förderung von Selbstständigkeit, Selbstorganisation, Selbstbewusstsein (Selbstverwirklichungs-Kompetenz) ; die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler lernen ein anderes Land und eine andere Kultur, aber eben auch ihr eigenes Land besser kennen; Erfahrungen, die sie dabei diesseits und jenseits von Grenzen machen, führen u.a. zu mehr Orientierung und Handlungsfähigkeit, durchaus auch zu mehr Selbstbewusstsein (Orientierungs-Kompetenz).

  • Fachschaft Sport – Projekt Austauschschule in Namibia als Beitrag zum handlungs- und erlebnisorientierten interkulturellen Lernen (Kenntnisse erwerben über Land / Geographie / Geschichte / Wirtschaft / Menschen /Stämme / Religion / Sprache / Essen / Sitten / Bräuche) zum Ausbau von sozialen Kompetenzen durch Auseinandersetzung, Kommunikation mit einheimischen Jugendlichen / mail-Kontakt / Brieffreundschaft / Kennenlernen des Alltags vor Ort; Förderung von sozialem Engagement zur Finanzierung des Austausches (siehe Anlage aus der Fachschaft Sport)

    Gesundheitskonzept
    für eine ganzheitliche Persönlichkeitsentfaltung durch Zusammenwirken von Körper, Geist und  Seele durch Bewegung ( siehe Anlage Fachschaft Sport: „Gesundheitskonzept - Fitte Kinder lernen besser !“

    Sporthelferkonzept
    für eine ganzheitliche Persönlichkeitsentfaltung ( siehe Anlage Fachschaft Sport: „Sporthelferkonzept“)

  • Unterstützung einer Patenschule im Senegal (Nachfolgeprojekt zu einer Patenschule in Myanmar/Burma  in den letzten Jahren ) (Das Konzept zu Waoundé/Senegal liegt als gesondertes Papier vor)

  • Kriseninterventionsteam - Grundintention Eine möglichst gewalt- und angstfreie Schule stellt die bestmögliche Prävention gegen einen Amoklauf dar. (Hilfe bei Mobbing, Vermittlung externer Hilfe etc.)

  • Patenkonzept Übernahme von konkreter, zeitaufwändiger sozialer Verantwortung von OberstufenschülerInnen für OrientierungsstufenschülerInnen

  • Streitschlichtungskonzept als konkreter Beitrag zu einer THG-Friedenskultur (Frieden-mit-friedlichen-Mitteln-Kompetenz)





Kriseninterventionsteam am THG

Grundsatz des Konzeptes Kriseninterventionsteam

An erster Stelle stand die Bitte der Polizei, an jeder Schule feste Kontaktpersonen für die Zusammenarbeit zu benennen. Daraus ergab sich mit der Einführung der Krisenpläne (oranger Ordner) die Forderung, ein Kriseninterventionsteam (KIV) zu etablieren. Das Ziel ist die Schaffung und Bewahrung einer möglichst sicheren Schule, in der sich alle Beteiligten wohlfühlen können.

Durchführung des Konzeptes

Das KIV setzt sich seit einigen Jahren aus zwei Lehrern, einer Elternvertreterin und zwei Oberstufenschülern zusammen. Monatlich finden feste Treffen statt, dazwischen wird ein reger Informationsaustausch per e-mail oder Telefon geführt. Die Anregungen, tätig zu werden, werden sowohl von Lehrern als auch von Schülern oder Eltern an das KIV heran getragen. Im Lauf der Jahre hat sich folgender Aufgabenkatalog ergeben:

  • Für die Lehrerkollegen wird Hilfe bei der Führung von Gesprächen mit schwierigen Schülern angeboten (no-blame-approach).
  • Einzelne Mitglieder des KIV führen Gespräche mit Schülern, die an Mobbingfällen beteiligt sind. In Einzelfällen werden Schüler auch zu einer Stellungnahme zu einer Sitzung des KIV gebeten. Gerade die Auseinandersetzung mit den Fragen der Elternvertreter erweist sich dabei als sehr hilfreich bei der Lösung von Konflikten.
  • Einzelne Mitglieder des KIV führen Gespräche mit Schülern, die sich als gewaltbereit darstellen. Auch hier erweist sich die Teilnahme an einem Treffen mit dem KIV als hilfreich.
  • Seit zwei Jahren sind auf Betreiben des KIV in die Arbeit der Erprobungsstufe Projekte zum sozialen Lernen integriert worden. Die Kollegen erhalten auf Wunsch Hilfe bei der Organisation und Durchführung von Theaterprojekten und Einzelstunden nach den Programmen „mind matters“ oder „Lions Quest“.
  • Vermittlung von externer Hilfe für Eltern und Schüler. Bei akuten Problemen (Suizidgefahr) kann eine Elternvertreterin durch ihre Ausbildung zu ersten Maßnahmen und einer Einschätzung der Lage sehr gut beitragen.
  • Kontakt zum schulpsychologischen Dienst der Stadt Hagen.
  • Kontakt zur Polizei – insbesondere den JuCops – und Teilnahme an Fortbildungen der Polizei zum Thema Krisenbewältigung an Schulen/Amokfälle.
  • Regelmäßige Weitergabe der polizeilichen Vorgaben für Krisenfälle.


Krisenteam: Herr Birkenshaw / Frau Lanvermann

 

Allgemeine Information für alle Eltern

Sehr geehrte Eltern,

ich möchte Sie auf unser Förderangebot Schüler helfen Schülern aufmerksam machen. Geeignete, engagierte Schülerinnen und Schüler der Stufen 9 bis Q1 haben sich bereit erklärt, jüngeren Mitschülern Förderunterricht in den Fächern Mathematik, Englisch, Deutsch, Französisch und Latein zu erteilen. Sie arbeiten dabei mit den Fachlehrern des Förderkindes zusammen. Der Unterricht erfolgt in der Schule (möglichst im Anschluss an den regulären Unterricht) in Kleingruppen von maximal drei Schülern und läuft über 10 Stunden á 45  Minuten  oder 5 Stunden á 90 Minuten.  Die Gesamtkosten für einen Kurs betragen  50,- € zugunsten des Oberstufenschülers.

Falls Sie an diesem Angebot interessiert sind, können Sie zur weiteren Beratung Kontakt zum Fach- oder Klassenlehrer Ihres Kindes aufnehmen. Mit allgemeineren und organisatorischen Anfragen können Sie sich an Frau Dr. Schurgacz (Koordination von Schüler helfen Schülern) wenden, die Sie telefonisch über das Schulsekretariat erreichen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Katrin Schurgacz

 

 

Individuelle Förderung am THG

Schüler helfen Schülern ist ein Baustein der individuellen Förderung am THG. Leistungsstarke Schüler der Jahrgangsstufen 10 bis 12 unterstützen jüngere Mitschüler, die in einem Fach Hilfe benötigen. Aufbauend auf diese alte Tradition am THG ist das Projekt im Schuljahr 2008/2009 ausgeweitet worden und seitdem zu einem breiten Angebot für alle Schüler geworden. Für die älteren Schüler besteht hier die Möglichkeit, sich mit ihren fachlichen und auch persönlichen Stärken zum Wohl jüngerer Mitschüler in der Schulgemeinschaft einzusetzen. Eine kleine finanzielle Unterstützung erhöht den Anreiz, sich zur Verfügung zu stellen, ebenso wie eine Zeugnisbemerkung zum Engagement. Die jüngeren Schüler profitieren davon, dass in der Regel relativ zügig passende, „hauseigene Lernexperten“ gefunden und relativ unkompliziert Treffen in der Schule vereinbart werden können.
Wir hoffen zudem, dass sich über die Jahre ein stärkeres Gefühl des Miteinanders anstatt des Nebeneinanders entwickelt. Jüngere Schüler merken, dass sie nicht allein gelassen werden, sondern dass sie Unterstützung von Mitschülern erhalten, „die im gleichen Boot sitzen“ und erfolgreich sind. Ältere Schüler lernen, sich für die Entwicklung der „Kleinen“ mitverantwortlich zu fühlen, helfen „ihnen auf die Sprünge“ und geben ihre Erfahrungen weiter. (vgl. auch Wertekonzept)

Organisation

In den Wochen zwischen den Sommer- und den Herbstferien werden alle Kollegen schriftlich gebeten, die Schüler der Jahrgänge 10 bis 12 zu benennen, die sie im vorangegangenen Schuljahr unterrichtet haben und sowohl fachlich als auch persönlich für geeignet halten, im Rahmen von Schülern helfen Schülern mitzuarbeiten.
Die im Rücklauf genannten Schüler erhalten ein Anschreiben, indem ihre grundsätzliche Bereitschaft zur Teilnahme am Projekt angefragt wird. Die Namen derjenigen, die mitmachen würden, werden nach Fächern getrennt in Karteien geführt, die je ein Beauftragter der Fachschaften Deutsch, Englisch, Französisch, Latein und Mathe übernimmt.
Das Kollegium wird jedes Jahr wieder (insbesondere vor Elternsprechtagen) an das Angebot erinnert und gebeten, Schüler und Eltern bei Bedarf erneut darauf hinzuweisen. Viertklässlereltern werden jährlich am Informationsabend im Januar in Kenntnis gesetzt, alle anderen Eltern erfahren in Elternbriefen davon.
Wird eine Förderung durch Eltern nachgefragt, bemüht sich der zuständige Kollege einen möglichst passenden Schüler zu finden und den Kontakt herzustellen. So wird zum Beispiel versucht, einen gleichgeschlechtlichen Schüler zu finden, um hier die Vorbildfunktion zu nutzen, die der Ältere dann umso mehr für den jüngeren haben könnte. Zum Anderen suchen wir zunächst nach Schülern, die im betroffenen Fach vom gleichen Lehrer unterrichtet werden. Dies erleichtert die angestrebte enge Zusammenarbeit zwischen den beiden Schülern und dem Fachlehrer und verspricht eine möglichst bedarfsgerechte, individuelle Förderung.

Eine schriftliche Anmeldung sowie eine Kurzdokumentation über die Lerninhalte der Treffen geben beiden Partnern eine gewisse Verbindlichkeit vor, so dass mit einer größeren Verlässlichkeit bei der Zusammenarbeit gerechnet werden kann.
Auf diese Weise konnten im Schuljahr 2008/2009 etwa 80 Schüler von 40 Schülern und im Schuljahr 2009/2010 etwa 60 Schüler von 30 Schülern gefördert werden.

Aussichten

Im Überblick zeigt sich, dass fast alle geförderten Schüler das Klassenziel erreicht haben und versetzt worden sind. Um den Zusammenhang zwischen dieser Förderung und Lernerfolg deutlicher zu erfassen und gegebenenfalls Abläufe zu optimieren, sollen Evaluationskriterien und –instrumente entwickelt werden.

 

 

Kontakt

Theodor Heuss Gymnasium (THG)
Humpertstr. 19, NRW
58097 Hagen

Telefon: 0 23 31 / 98 18 90
Telefax: 0 23 31 / 98 18 949

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www.thg-hagen.info

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